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Jolla Phone | Intro

Wie ich vor ein paar Tagen ja mit Freude berichten konnte, wurde mein neues Jolla Phone versendet. Da ich nicht alles in einen Beitrag packen möchte, schreibe ich einfach mal wild darauf los. Hab ich ein Konzept? Nein. Weiß ich schon was ich alles darüber schreiben möchte? Nein. Es ist eine Überraschung gleichermaßen für mich wie für euch. Während das Jolla Phone auf Reisen zu mir ist, halte ich mal ein paar Gedanken fest.

Was ist das Jolla Phone überhaupt?

Ein Smartphone wie jedes andere? Nein, ja. Na ok, eher nein. Von der Technik her ist es „nix besonderes“. Ein Mittelklasse Prozessor (Mediatek Dimensity 7100 (MT6858)), klassisches 6,36″ OLED Display (390ppi), in meiner Variante 12GB RAM / 256GB ROM + MicroSD Unterstützung. Eine 50MP Sony Kamera und austauschbaren Akku. Austauschbar? Im Jahr 2026? JA. OK vielleicht ist das Jolla Phone doch mehr als „nix besonderes“. Da kommt nämlich noch was, es gibt obendrauf noch den Privacy Switch, ein frei zu belegbarer Schalter um zb das Mikro zu deaktivieren und The Other Half. The Other Half? Ja, eine auswechselbare Rückseite (Nokia 3310 Cover lassen grüßen) mit, sagen wir es einfach, fancy Zeug. Das Teil hat einen I3C Bus (what?). Wir werden sehen, was sich da so manche Leute dazu einfallen lassen. Für den Anfang gibt es für die ersten ~10.000 Vorbesteller eine exklusive TOH in der Farbe Inari Blue mit leuchtenden Jolla Logo, passenden Klingelton und Inari Blue Ambience.

Was gibt es noch besonderes?

Tja, den Technikkrams haben wir mal durch. Was ist mit der Software? Auch typisch wie alles andere? Nein! Hier kommt die Seele des Jolla Phone. Es läuft nämlich nicht mit Android oder gar iOS. Nein kein BigTech. Das Herzstück ist Linux, genauer SailfishOS. Was ganz anderes. Und genau dass gibt es zu erkunden. Es ist zwar nicht meine erste Berührung mit SailfishOS, da ich ja 2013 auch schon ein Jolla Phone hatte, aber es ist doch schon etwas länger her. Ich bin gespannt, wie es sich entwickelt hat. Was macht SFOS (SailfishOS) noch dazu besonders? Falls es keine native App gibt, und die gibts definitiv nicht für alles, kann man auf Android Apps zurück greifen. Praktisch.

Werde ich Vergleiche mit iOS/Android machen?

Jein. Ich werde mich versuchen zurück zu halten. Es muss einen aber bewusst sein, dass SFOS eben kein Android/iOS ist. Es wird Abstriche geben, es wird anders ein. Es wird eine starke Umgewöhnung sein mit so mancher Überraschung. Schließlich bedient man so mache Funktion schon mit geschlossenen Augen. Es wird in manchen Dingen sogar besser sein? Wir werden sehen. Mein Ziel ist es aber wirklich mal als Daily Driver zu verwenden. Aber ja, man vergleich halt mit seinen gewohnten OS, in meinen Fall iOS.

Was gibts nicht? Worauf muss man verzichten?

Tracking. Nach Hause telefonieren. Versteckte Analysen. BIG Tech. USA.
Richtig gelesen. Bei diesen OS bist DU NICHT das Produkt. Made in Europe. Privacy First.

Erste Gedanken Ende. Nun heißt es warten bis die Post das Päckchen bringt.

Wenn euch etwas brennend interessiert, lasst gerne ein Kommentar bei Mastodon da und werde versuchen darauf einzugehen.